KONTAKT-Aufsuchende Zusammenarbeit mit Eltern an der Gustav-Langenscheidt-Schule

Seit 2005 führt FAB dieses vom Jugendamt finanzierte, äußerst erfolgreiche Projekt an der Gustav-Langenscheidt-Schule durch, als sinnvolle Ergänzung zur Schulsozialarbeit.

Für den Schulerfolg der meisten Kinder sind Haltung und Verhalten ihrer Eltern der Schule gegenüber mit entscheidend. Eltern müssen dafür sorgen, dass ihre Kinder morgens aufstehen und zur Schule gehen, dass sie ihre Materialien dabei haben und auch etwas zu essen, sie müssen Interesse zeigen, unterstützen usw. Immer mehr Eltern kümmern sich, aus unterschiedlichen Gründen, kaum oder gar nicht um die Schulkarriere ihrer Kinder. Unwissenheit, eigene schlechte Erfahrungen als Schüler, Ängste, Überforderung spielen dabei eine Rolle. Diese Distanz kann sich sehr schnell als zunehmende Schuldistanz der betroffenen Kinder spiegeln.

Hier setzt die Arbeit von KONTAKT an. Nach einem entsprechenden Auftrag der Schule nehmen unsere beiden Mitarbeiter*innen KONTAKT zu Eltern auf, die nicht erreichbar sind  und deren Kinder Probleme zeigen. Sind die Eltern einverstanden, besuchen sie sie zu Hause und schildern den Eltern die Probleme, die ihre Kinder in der Schule haben. Die Erfahrungen zeigen, dass die Gründe dafür, dass Eltern keinen Kontakt zur Schule halten, vielfältig sind. Manchmal reicht das erste Gespräch, damit Eltern das Problem angehen oder Kontakt zu Schule aufnehmen, oft ist eine wochenlange Begleitung erforderlich, die familiäre Probleme identifiziert und angeht. Manchmal ist die Vermittlung in weiterführende Unterstützungsangebote notwendig.

Bei all dem geht es immer um Unterstützung der Eltern, nie um Schuld. Es geht darum, gemeinsam herauszufinden, an welcher Stelle es hakt, und wer was tun muss, um die Dinge besser laufen zu lassen.

Diese Arbeit hat präventiven Charakter, weil sie im besten Fall verhindert, daß Schulprobleme sich verfestigen bzw. weil sie frühzeitig für geeignete Hilfe sorgen kann. Je eher sie ansetzt, desto erfolgreicher wird sie sein. Sie ist daher auch ein geeignetes Instrument für Grundschulen.

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Ihre Ansprechpartnerin:

Judith Hennig

 Judith Hennig